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Sie stand fünf- bis sechsmal pro Nacht auf
und eines Tages brach ich zusammen.

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Da sagte mein Mann,
dass es jetzt reiche,

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dass wir etwas unternehmen müssten.

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Doch ich wollte nicht,
dass sie nicht mehr bei uns lebt.

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Ich konnte mir das nicht vorstellen,
wir hatten immer alles zusammen gemacht.

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Wir gingen zusammen essen, sie war
immer dabei, auch im Urlaub.

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Wir waren wie siamesische Zwillinge.

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Ich konnte nicht loslassen.
Das Ganze artete aus,

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weil ich nicht damit
fertigwurde.

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Ich fing an zu weinen,
mir ging es nicht gut.

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Da sagte mein Mann, jetzt sei Schluss.

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Die Frau, die mich beriet,
sagte, sie könne

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Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen.

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Ich überlegte mir, wo ich sie unterbringen

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könne. Da sie aus Diekirch stammt,
versuchte ich, sie dort unterzubringen.

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Als sie zum ersten Mal dort war,
lief alles gut.

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Auch als ich sie abholte,
war alles gut.

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Das dritte Mal

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hatten wir Glück,
obwohl es mir zunächst Angst machte,

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da man in Diekirch sagte,
sie könne auch dort bleiben.

