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Es ist wichtig, dass man
die Fähigkeiten der Menschen sieht

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und nicht ihre Defizite.

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Denn ehrlich gesagt: Mit den Defiziten
können wir im Alltag nichts anfangen.

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Wenn wir von einem Menschen etwas
verlangen, was er nicht mehr kann,

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sollen wir nicht darauf bestehen.

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Andernfalls wird der betreffende Mensch
vielleicht wütend oder traurig und

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versucht, aus der Situation zu fliehen.

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Es ist besser, man nutzt
die noch vorhandenen Fähigkeiten,

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z.B. um Kartoffeln zu schälen,
oder um kleine Arbeiten im Haus

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oder im Garten zu verrichten.
Das kann zwar Zeit in Anspruch nehmen,

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doch es hilft dem Betroffenen sehr,
sein Selbstwertgefühl wiederzuerlangen,

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und zeigt ihm, dass er
noch Fähigkeiten hat.

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Man soll überhaupt nicht
von den Defiziten sprechen,

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sondern seinen Blick nur auf die
verschiedenen Fähigkeiten richten,

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die während der einzelnen Stadien
der Krankheit noch vorhanden sind,

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und nicht auf die Defizite, mit
denen wir ohnehin nichts anfangen können.

